Einladung zur Radtour des Stolpener Geschichtsvereines

»Auf dem königlichen Weg nach Moritzburg« am 18. Mai 2019


Bildquelle: Wikipedia, Autor: Carsten Pietzsch

Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, in diesem Jahr entlang des alten Bischofsweges zu fahren. Dieser war als Höhenweg angelegt und führte zur Zeit der bischöflichen Herrschaft vom Bischofssitz mit dem Meißner Dom linkselbisch durch das Meißner Hochland über Bockwen, Reichenbach, Naustadt und Röhrsdorf nach Klipphausen. Von dort ging der Weg auf dem Boden der heutigen Autobahn A4 durch Merbitz hinab in den Elbtalkessel, wo er in Briesnitz die Elbe im Zuge der „Eisernen Furt“ durchquerte.

Nach einer Probefahrt mussten wir allerdings feststellen, dass diese Route aus sicherheitstechnischen Gründen für eine Gruppentour nicht geeignet ist. Deshalb verändern wir die Route und radeln auf dem Königsweg von der Elbe nach Moritzburg und durch den Lößnitzgrund.

Wir fahren am 18. Mai 2019 um 8:21 Uhr ab Bahnhof Stolpen

über Pirna nach Coswig. Von dort führt uns der „Elbe-Moritzburg-Lößnitzgrund-Radweg“ durch idyllische Landschaften zum Schloss Moritzburg. Wir haben genügen Zeit zum Verweilen und Genießen, zum Picknick aus unserer Tasche oder kleiner Einkehr am Imbiss. Dann geht es durch den Lößnitzgrund zurück nach Radebeul, wo wir um 16.07 Uhr in die S-Bahn steigen, um 17.38 Uhr wieder in Stolpen anzukommen.

Wir freuen uns wie immer auf Bekannte und Neulinge, auf fröhliche Hobby-Freizeitradler und geschichtlich Interessierte.


(Die beiden unteren Fotos zeigen den Kaendler Epitaph in Naustadt und den Taufengel von Tomae in Röhrsdorf und wurden auf unserer Probefahrt aufgenommen.






Kräuterwanderung 2019


Bildquelle: Wikipedia, www.smoothie-mixer.de



Das Schöne am Frühling ist, dass er immer gerade dann kommt, wenn man ihn am dringendsten braucht.

(Jean Paul)

Da wir in diesem Jahr ein spätes Osterfest feiern, hatten wir den Termin unserer Kräuterwanderung um eine Woche vorverlegt. Leider zeigte das Wetter uns an diesem Tage nochmal die kalte Schulter. Trotzdem erschienen am Samstag, 13. April, pünktlich um 9.00 Uhr viele zweckmäßig gekleidete und sehr optimistische Leute aus Stolpen und Umgebung auf unserem Marktplatz.

Carmen Trojahn begrüßte uns mit einem selbstgemachten Basilikumessig und hatte wie immer ihr großes Kräuterbuch dabei. Die Wanderung führte entlang der „Hohle“ zum alten Sportplatz, wo wir die Schätze der Wiesen und Felder aufspürten, sammelten und kosteten. Fetthenne, Gundermann, Kresse und Schafgarbe landeten in unseren Körbchen. Wir beendeten unsere Kräuterwanderung im Stolpner Vorwerk, wo wir die reizende Osterpyramide, gebaut von den Anwohnern, bewunderten.

Vielen Dank allen Teilnehmern und besonders der kundigen Fachfrau.



Ein Samstag im Museum Bad Schandau



Einer guten Tradition folgend, besuchten wir am 23. März gemeinsam ein Museum unserer Heimat. Bei schönstem Frühlingswetter fuhren wir mit Städtebahn, S-Bahn und Personenfähre nach Bad Schandau.

Im Museum erlebten wir eine interessante Aufbereitung der Stadtgeschichte mit Kurbetrieb, Fremdenverkehr und Tourismus und Würdigung historischer Persönlichkeiten. Viele Details zur Elbeschifffahrt wurden dargestellt und schließlich besichtigten wir die umfangreiche Sammlung des Forschungsreisenden Erich Wustmann. Dieser hatte von seinen Aufenthalten in Skandinavien, Südamerika, Afrika und Indien wertvolle, interessante Exponate mitgebracht, die wir in ausgezeichneter Präsentation bewundern konnten. Im Anschluss genossen wir den Sonnenschein, die Blumen und das Eis in der Kurstadt.

Wir danken allen Mitreisenden für ihr Interesse und die gute Laune.





Unsere Jahreshauptversammlung 2019




Unsere Jahreshauptversammlung fand am 2. Februar im „Erbgericht" Langenwolmsdorf statt. Mit der Wiederwahl des alten/neuen Vorstandes, Berichten über das vergangene Jahr, Beschluss des Arbeitsplanes 2019 und einem guten Essen erlebten wir einen kurzweiligen Abend.

Als besondere Überraschung brachte Bernd Schaller seinen „Kommandant-Prendel-Orden" mit. Dieser war ihm von der Kultur- und Umweltstiftung Leipziger Land überreicht worden, mit folgender Begründung:

„Bernd Schaller ist einer der Initiatoren und langjährigen Organisatoren von Kinder-Expeditionen: 300 Kinder aus dem Raum Stolpen begleitete er bei ihren Reisen in die Geschichte der Region. Dabei wurde er selbst zum gefragten Experten vor allem in den handwerklichen Fragen der Geschichtsdarstellung. Gemeinsam mit den Kindern gestaltete er vier Ausstellungen, zuletzt im Stadtmuseum Stolpen, er schrieb Artikel und gestaltete Broschüren und Schautafeln. Zwei Handwerksdarstellungen nach historischem Vorbild haben sich aus seiner Arbeit entwickelt – die Posamierer und die Gürtler. Auch viele der von Schaller betreuten Kinder sind heute selbst Teil der Erinnerungskultur – ein „nachhaltiges Engagement“, das der Kommandant-Prendel-Orden mit der Auszeichnung würdigte."

Der Stolpener Geschichtsverein gratuliert ganz herzlich!